Letzten Samstag hatte ich Besuch vom Werkstattchef. Eigentlich will man ja alles selbst machen, aber ein bisschen psychologischen Beistand braucht man ja schon. Da er seinerzeit die Fiats (auch selbst die Giardiniera) als Neuwagen verkauft und anschliessend auch gewartet hat, ist er natürlich DIE Person der Wahl wenn es um die Analyse geht, wie und mit was man weitermachen sollte. Das OB stellt sich mir an dieser Stelle nicht, das scheidet aus – ganz egal, wie es weitergehen wird.
Mit glänzenden Augen schlich er um die schon etwas traurig aussehende Giardiniera herum und meinte dann mit einem breiten Lächeln in beiden Mundwinkeln, dass das ja alles gar nicht so schlimm aussähe. Das bekäme man alles wieder hin. Mir ist natürlich klar, dass er hier einen dicken Braten riecht, aber in diesem Moment will man das nicht hören, sondern einfach nur jemanden an seiner Seite stehen haben, der einem sagt, dass alles gut wird.
Auf die Frage hin, ob ich bereits schon irgendwelche Teile heraustrennen sollte, bekam ich ein (zugegebenermassen erwartetes) inbrünstiges Nein. Man wisse ja nicht, wie gut die verdeckte Substanz noch sei. Es könne passieren, dass sie dann einfach in der Mitte auseinanderbricht oder sich derart verdreht, dass bisher intakte Teile auch noch ersetzt werden müssten. Dazu muss ich vielleicht noch erwähnen, dass ich selbst nicht vorhabe, neue Teile einzuschweissen. Das überlasse ich aufgrund von meiner unglaublichen Erfahrung von 0 Schweissstunden lieber einem, der es besser kann. Nichts desto Trotz bin ich fest entschlossen, selbst schweissen zu lernen. Wenn also jemand ein gutes Schweissgerät günstig abzugeben hat, gerne…
(am liebsten ein Schutzgasschweissgerät!)
Ich werde dann mich doch weiter an der Tür versuchen. Die ist doch widerspästiger als ich dachte…
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