Wie schon letztes mal erwähnt soll der Brantz mit der Lampe so eingebaut werden, dass er einfach (de-) montierbar ist, um ihn in den Alfa oder den Fiat zu packen. Dazu werden alle (ok, beinah alle) Elemente so eingebaut, dass die als ganzes wieder herausgenommen werden können. Also, alles möglichst in eine feste Konstruktion hinein, die so wie sie ist, im Beifahrerfuß befestigt werden kann. Deswegen habe ich ein bisschen Holz gesägt, das als “Box” um die Elemente herum alles zusammen halten soll.

Grundkonstruktion aus Holz

Grundkonstruktion aus Holz

So, bevor wir anfangen, noch ein kleiner Hinweis, den ich mal wieder erst hinterher mitbekommen habe: In der Anleitung für den Brantz steht, dass man als erstes prüfen soll, ob das Gerät überhaupt funktioniert. Wenn man alle Kabel zurechtgestutzt, das Gehäuse verklebt und verschraubt hat, gibt’s kein zurück mehr, also, vorher testen: Alle Kabel richtig anschliessen und einen kleinen Schraubendreher durch den Sensor stecken und die Drehung der Tachowelle simulieren., Wenn geht, gut, wenn nix, suruck sicke…

Jetz aber. Die Box soll so klein wie möglich sein, um den Beifahrer nicht die letzte Beinfreiheit zu nehmen. Zuerst hatte ich die Box zu klein konzipiert, deswegen musste ich nachträglich noch eine zusätzliche größere Platte aufkleben, um den Schalter für die beiden Geräte (Brantz und Lampe) unterzubringen. In dem Bild rechts liegt die (hoffentlich fertige) Box auf dem Kunstleder, das nachher das ganze verschönern soll.

Nun noch mit Schalter für den Brantz und die Lampe

Nun noch mit Schalter für den Brantz und die Lampe

Um die ganze Box hinterher mit dem Kunstleder verkleiden zu können, habe ich lieber etwas mehr Rand vorgesehen, dass ich nicht hinterher rumfrickeln muss. Lieber erst mehr dranlassen.

Die zusätzlich eingesetzte Verstrebung soll den Brantz fixieren. Da später der Hauptschalter des Brantz nicht mehr ohne Weiteres erreichbar sein wird, muss zusätzlich ein Hauptschalter eingebaut werden. Der soll natürlich auch schick aussehen. Die Lampe will ebenfalls mit einem Schalter versogrt werden, deswegen habe ich mich für einen Doppelschalter auf einer kleinen Aluminiumplatte entschieden, der zusätzlich zwei Kontrollleuchten besitzt, hier links zu sehen. Die Lampe mit flexiblem Hals soll später an der rechten Seite angeschraubt werden, sodass sie in Richtung Beifahrer absteht und den Fahrer nicht stört.

Alle Brettchen werden mit Heißkleber fixiert, bis auf die mittlere Verstrebung. Diese wird erst noch bearbeitet und erhält einen kleinen Schlitz, in den später die Halterung des Brantz eingeschoben wird. Die Verstrebung wird nur an der Unterseite mit zwei kleinen Punkten angebracht, damit sie hin- und herklappbar ist. Der gegenüberliegenden Seite wird ein bisschen die Höhe genommen, sodass der Brantz sich eben einsetzen lässt. Vielleicht wäre es besser gewesen, auch hier einen Schlitz zu sägen und ihn beidseits einzustecken? Nun ja, zu spät.

Mal so eingesetzt - passt... ;)

Mal so eingesetzt - passt... ;)

Anschliessend bereite ich den Einsatz des Schalters vor und muss auch hier wieder feststellen, dass ich die Box lieber gleich ein bisschen größer dimensioniert hätte. Natürlich ist immer ein Rahmen im Weg – egal, wie ich den Schalter auch drehe. Nochmal nun ja, hobel, hobel, und dann passt auch der Schalter rein. Bei der Wahl der Lage sollte man darauf achten, dass eventuelle Kabel des Brantz noch genügend Platz haben und auch bei späteren Vibrationen nirgends schleifen oder reiben. Von der Seite halten wir nun mal das Lämpschen hin und überlegen uns, in welcher Position sie dem Beifahrer später am meisten bringt und am wenigsten stört. Für das Kabel bohren wir nun ein kleines Löchlein – brauchen wir später noch.

Jetzt ist das Kunstleder dran. Die Box wird “mit dem Gesicht nach unten” von hinten auf das Kunstleder gelegt und die Zungen, Ecken, Lappen oder wie man diese Schnittteile auch nennen will durch die Brantz-Öffnung geklappt und verklebt – rööschtööösch: Immer mal wieder umdrehen und schauen, ob der Heisskleber doch noch zulässt, die Kunstleder-Falte rauszubügeln.Wenn es dann passt, könnte es so ähnlich aussehen, wie hier rechts (da wurde allerdings noch nichts geklebt).

Jetzt mit Puffzeugs drunter

Jetzt mit Puffzeugs drunter

Wenn wir uns den Schweiss der harten Arbeit abgetupft haben, suchen wir im Haushalt noch nach etwas, was wir unter die größeren Flächen des Kunstleders packen können, damit das ganze NOCH BESSER aussieht. Eigentlich wollte ich dazu Styropor zurechtstutzen, hatte aber leider nur dieses Platiknoppenfüllmaterial greifbar. Geht auch, doppelt gelegt und Kunstleder drübergezogen sieht das ganze aus, wie ein blank polierter Kunstkuhhintern.

Nun ziehen wir vorsichtig von der Rückseite aus durch die entsprechenden Schlitze für den Schalter Ritze in das Leder. Nicht zuviel, sonst hat der genaue Betrachter hinterher was zu meggern. Wollen wir ja nicht. Dann kann man den Schalter von vorne reindrücken und dabei schööön aufpassöön, dass das Kunstleder sich nicht verzeiht. Die Kontakte auf der Schalterrückseite verhaken sich schon mal ganz gerne mit dem Trägerstoff.

Hier angekommen können wir endlich den Brantz einbauen und die Verstrebung fixieren. Sollte man doch was vergessen haben, kann man mit einem Teppichmesser den Kleber durchscheiden und alles nochmal machen, kein Ding… ;)

Die Rückseite

Die Rückseite

So, zurück zum Löchlein von vorhin. Mit viel Fingerspitzengefühl pieksen wir hier auch durch das Leder. Wenn auch das passt, können wir die Lampe verschrauben (und vorher natürlich das Kabel durchziehen).

Damit sind alle Geräte eingebaut, nun geht es ans Verkabeln. Wie gesagt, will ich später nicht 2592 Kabel einzeln abtrennen, sondern das genze möglichst gering halten. Doch zuerst sollten wir uns überlegen, wie viele Kontakte wir benötigen: Strom. Der hat meistens zwei. Einen hin, der andere zurück. Damit können wir auch alle Geräte auf einmal mit Strom versorgen. Sehr gut. Dann bleibt eigentlich nur noch das Signal von Herrn Brantz, welches drei Pole hat. Somit sind wir bei 5 Kontakten angelangt. Die erste Idee, ein USB-Kabel zu verwenden, scheidet aus, weil der Brantz mit 2 Ampere bei 12 Volt abgesichert sein will. Das verträgt das USB-Kabel nicht (zumindest auf Dauer), weil der Durchschnitt des Kabels einfach zu gering ist. Deswegen nehme ich einfach einen 5-Pol-Stecker aus dem Audiobereich mit einem netten Kabel, das passt perfekt und ist auch noch stilsicher antiquiert.

Soo, dann werden wir noch ein bisschen löten und die Sache ist gegessen. Die Schalterleuchten werden parallel zum jeweiligen Gerät gelötet, damit nicht der ganze Strom durch das arme Lämpchen muss. Denn, sollte das mal ausfallen, ist gleich alles aus. Das kann man auf ner Rallye nicht brauchen. Dann kommt noch an das gemeinsame Stromkabel eine 5 Amperesicherung (die Lampe ist ja auch noch dabei) und fertig ist die Wunderbox:

Habe fertig.

Habe fertig.

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