Da mir mein Schatz zum Geburtstag die Teilnahme an der Bavaria Historic schenken wird (muahhhahahahaha), braucht man natürlich die entsprechende Ausstattung, um eine Oldtimer-Rallye zu fahren. Vor eineinhalb Jahren war ich schon mal bei einer Ein-Tages-Rallye dabei und wir hatten nur eine stinknormale Zweieuroneunundneunzigstoppuhr und den schräg zählenden Alfa-Tacho dabei. Der Verlust des Sieges war somit vorprogrammiert. Genau…
Da es diesmal allerdings eine richtig große Rallye ist, die über drei Tage geht und sicherlich auch nicht die letzte sein wird, habe ich mir gedacht, schaust mal, was die Geräte so kosten, die BMW letztes Jahr in ihren Hobeln auf der Mille Miglia eingesetzt haben.
Das war zum einen ein Brantz International 2 S Pro. Ein Streckenzähler mit zwei parallel laufenden Kilometerstands- und einem Durchschnittsgeschwindigkeitsanzeiger. Ausserdem kann man durch einen Drehregler den Kilometerstand vorwärts oder rückwärts beeinflussen (falls man doch mal falsch gefahren sein sollte), um den Gesamtstreckenzähler wieder auf den korrekten Wert zu bringen. Durch drei Schalterpaare kann der Radumfang, bzw. die Geschwindigkeit der Tachowelle geeicht werden. Ein zusätzlich montierter, über ein Kabel verbundener Druckknopf sorgt während der Fahrt dafür, dass sich der Copilot nicht immer zum Gerät kämpfen und Fingerakrobatik betrieben muss. Die Anzeige ist “digital”, sprich, es sind rot leuchtende LED-Zahlen, die man auch im Dunklen gut lesen kann.
Das Signal kommt entweder von einem Rad- oder Tachowellensensor, der extra bestellt werden muss.
Kostenpunkt, mit Tachowellensensor: um die 320 €.
Außerdem bekam jedes Team einen Blizz C-200, um die anstehenden Zeitkontrollen auf die Hundertstel Sekunde genau fahren zu können. Mit diesem Gerät kann man diese Zeitprüfungen vorprogrammieren: Für jede einzelne Strecke, die in einer bestimmten Zeit gefahren werden muss, wird diese Zeit eingegeben und gespeichert. Falls das Ende dieser Strecke auch dem Beginn der nächsten Prüfung entspricht, wird sofort die nächste Zeit eingegeben und gespeichert. Dadurch weiss das Gerät, dass es auf Knopfdruck sofort wieder neu starten muss. Andernfalls wird eine Pause programmiert. (Ich hoffe, das kann man verstehen?)
Kostenpunkt: ca. 650 €.
Ich habe lange mit mir gehadert, mich dann aber doch für den Brantz und gegen den Blizz entschlossen. Anstatt des Blizz habe ich mir eine Stoppuhr bestellt, die man programmieren kann, allerdings ist diese bereits wieder auf dem Weg zurück. Sie war nicht mehrfach programmierbar, also für aufeinanderfolgende Zeitkontrollen nicht geeignet. Trotzdem werde ich mir den Blizz nicht bestellen, er ist mir einfach zu teuer. Ich plane eine Java-Applikation zu schreiben, die auf einem Laptop benutzt werden kann. Wenn man eh schon Software Developer ist, warum soll man’s dann nicht auch mal für sich selbst nutzen. Wenn es fertig ist und Interesse besteht, werde ich es hier veröffentlichen.
So, aber nun zum Thema. Ich stelle hier vor, wie ich den Brantz zusammen mit einer Copilot-Leselampe einbaue. Nicht irgendwie, und fest verbaut, sondern ähnlich wie Mikesch das im Alfisti-Forum vorgestellt hat. Ich werde mir auch so ein schickes Drumrum basteln, das man mobil in die anderen Oldtimer stecken kann.
Allerdings kommt das erst im nächsten Post, jetzt habe ich keine Lust mehr zu tippen…
Gute Nacht.
Tags: Alfa, Alfisti, Bavaria Historic, Blizz, Blizz C-200, Brantz, Brantz International 2 S Pro, Java, Mille Miglia, Readsensor, Stoppuhr, Tachowellensensor, Trip Master, Zeitmessung