Wow- was für ein Titel. Das hört sich wirklich spannend an, aber im Prinzip ist es dasselbe wie vor ein paar Wochen mit dem Vergaser: Abschrauben – Grobbürsten – Zerlgen – viele Fotos dabei machen – Altteile austauschen – alles wieder zusammenbasteln und letztendlich hoffen, dass das Ergebnis in ungefähr dem entspricht, was es vorher einmal war.

Zu schnell? Gut, hier die lange Version mit Bildern:

Legger Pumbe

Legger Pumbe

Angefangen hat es damit, dass ich nach einem nächsten Fall am Motor gesucht habe und gerade so vom Vergaser begeistert war, dass ich wiederf ein ähnliches Objekt haben wollte. Da kam mir die Benzinpumpe gerade recht: genauso schön dreckig, stinkig und frauenabweisend. Also, nix wie abgebaut. Mit ein bisschen Fingerakrobatik habe ich sie entfernt bekommen und am sogar selben Abend (ja, ich rechne in anderen Zeitdimensionen) habe ich damit begonnen, sie zu zerlegen. Überraschenderweise hatte sich ordentlich Ölschlamm in der Pumpe angesammelt, der eigentlich vom Ölschleuderer hätte aufgefressen hätte werden müssen. Der war wahrscheinlich aber einfach nur zu voll, deswegen suchte sich das ganze Geschmodder ein anderes Plätzchen für den Ruhestand. Da die Benzinpumpe über einen Stössel betrieben wird, der schön geschmiert sein will, hat der Antrieb der Pumpe eine direkte Verbindung zum Innenleben des Motors. Also Vorsicht beim Ausbau, es könnte etwas tropfen. Deshalb macht es auch Sinn, die Pumpe erst einmal schön abtropfen zu lassen und natürlich auch das Loch am Motor zu verschliessen (sofen das irgendwie möglich ist) oder zumindest zu beobachten.

Die Dreckschleuder, allerdings unter dem Pumpendeckel kaum zu sehen

Die Dreckschleuder, allerdings unter dem Pumpendeckel kaum zu sehen

Ok, nun zerlegen wir die ausgetropfte Pumpe. (Und wir werden feststellen, dass immernoch Öl in ihr steckt.) Es gibt unterscheidliche Pumpen und ich muss ehrlich gestehen, ich habe mir nun nicht die Mühe gemacht, welche unterscheidlichen Versionen es noch gibt. Deswegen werde ich hier von der vorliegenden ausgehen. Nachdem wir die größte Schraube am Zenit des halbkugeligen Deckels gelöst haben, haben wir einen freien Blick auf eine hoffenlich recht saubere Benzinkammer. Den enthaltenen Filter nehmen wir vorsichtig heraus und auchten (!) auf seine Einbauposition (!!). Danke. Danach können wir die 6 (einzige Anmerkung: manchel sind auch nur 4) Schrauben gelöst haben, können wir die Pummpe in der Mitte ein Stückchen auseinanderziehen. Jetzt kommt die Sache mit der rohen Gewalt!!! ACHTUNG. Wir reissen jetzt so fest an den beiden Hälften, dass uns der ganze Saft um die Ohren spritzt. Sieht super aus, oder? Ja, find ich auch. Leider habe ich keine Beteiligung an dem Verkauf neuer alter Benzinpumpen, deswegen sreichen wir den letzten Absetz aus dem Konzept und drehen die bein Hälten (gegeneinander, nicht miteinander) um 90° und schon können die, die erst gelesen haben, einfach beide Hälften ganz auseinandernehmen. Ist doch einfacher so. Un billiger au no, däd dr Schwob jetz saga. Das ganze kann aber trotzdem rumsaftln, deswegen nicht unbedingt überm Parkett im Wohnzimmer durchführen. Ausserdem kann die verbaute Feder rausfurzen und uns die frisch geweisselte Wand mit einem hünschen Kuhfleckmuster überzeihen.

Der jungfräuliche Überholsatz, wobei...

Der jungfräuliche Überholsatz, wobei...

Sodala, da wir nun die Hälften innerlich etwas sauber gemacht haben, können wir erst mal schön Lüften, oder ist die Frau gerade doch nicht zu Hause? Wie, die Gummimembran lässt sich nicht lösen? Naja, siehe oben, Abschnitt rohe Gewalt. Diesmal wirklich. Echt. Komm schon. Hat bei mir auch geholfen. Na? Rupf und weg. Auf gehts. Trau Dich. Mach schon. Auf jetzt! Los!! MACH! REISS DAS SCHEISSDING ENDLICH RUNTER, MANN, DU HAST DOCH EH SCHON EINE NEUE DICHTUNG NEBEN DIR LIEGEN!!! Boah, was ne Argumentation zu der Stunde. (Im Bus schreiben macht echt Laune, nur schauen alle Leute seltsam, wenn man mal lachen muss – egal, nicht mein Problem).
Wem’s jetzt noch nicht reicht, der kann noch den inneren Plastikring zwischen den beiden Dichtungslappen rausnehmen und auch sauber machen. Danach kommt das übliche: Schrubben, Bürsten, Dremeln, freuen.
Und wenn man jetzt alles wieder rückwärts abspielt – bis darauf, das dreckige Öl wieder einzufüllen, und auch kein Teilchen vergisst, dann hat man eine wunderschön quitschend pumpende Benzinpumpe. *quiek* *quiek*
So, Leute, ich muss aussteigen. Nachher stelle ich meinen Erguss kommentarlos online. Was ihr damit macht, ist Eure Sache…

...ich die roten Ventilteile nicht wechselte...konnte...Ach, verdammt, ja. Ich hab sie nicht rausbekommen.

...ich die roten Ventilteile nicht wechselte...konnte...Ach, verdammt, ja. Ich hab sie nicht rausbekommen.

Die hoffentlich fertige Pumpe, allerdinge ist der Deckel falsch rum drauf. Der Pfeil zeigt normalererweise in die andere Richtung. Ääh, das ist nur ein Versuch gewesen.

Die hoffentlich fertige Pumpe, allerdinge ist der Deckel falsch rum drauf. Der Pfeil zeigt normalererweise in die andere Richtung. Ääh, das ist nur ein Versuch gewesen.

Nein, nein, fragt mich nicht wozu dieses kleine Loch ist. Das ist ein Konstruktionsgeheimnis.

Nein, nein, fragt mich nicht wozu dieses kleine Loch ist. Das ist ein Konstruktionsgeheimnis.

Tags: , , ,

Leave a Reply

You can use these tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>